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erstickt

Ich war gerade dabei, an einem california maki zu ersticken, als ich marco das erste mal sah und meine hände waren klebrig vom reis, als ich ihm die hand schüttelte. Das letzte sushi hatte nämlich den absprung zurück aufs teller gemacht, bevor ich es mir in den mund stecken konnte.
Warum auch machen die diese dinger so unhandlich, dass sie zu groß sind, um sie auf einmal in den mund zu nehmen und zu unförmig, als dass man sie mit stäbchen problemlos essen könnte? Das is ja mal wieder ein argument für meine liebste art zu essen, mit den fingern nämlich. Von dem abgesehen, hatte sich gerade der unglaublichste mann mir gegenüber niedergelassen, den ich seit langem gesehen hatte. Ich weiß nicht, ob mir wegen seinen durchdringenden blick der atem wegblieb, oder wegen dem reisklumpen, der mir im hals stecken blieb. Na toll, da sitzt der zukünftige grund meiner schlaflosen nächte und ich gefräßiges monster stopfe mir soviel sushi in den mund, dass ich fast ersticke!
Plötzlich grinste er mich an und ich merkte, dass ich ihn richtig gehend anstarrte. Vor lauter schreck schluckte ich den reisbatzen in einem schwung und vor begeisterung, wieder luft zu bekommen, hechelte ich wie ein bernhardiner. Toll, echt toll, hieß es nicht, der erste eindruck, den man von einem menschen bekommt, bleibt einem ewig in erinnerung? Tja dann konnte ich mir eh die kugel geben. So ein gutaussehender typ hätte mich unter anderen umständen nicht mal bemerkt und nun würde er mich für immer als sushi-vielfraß im gedächtnis behalten. Jetzt bedauerte ich sogar, dass ich nicht wirklich erstickt war, am liebsten wäre ich im erdboden versunken.
Marco grinste noch immer, seine wahnsinnsblauen augen blitzten mich an.
„schmeckts denn“
Oh mein gott, nun er auch noch das wort an mich gerichtet! Was tun, lächeln, weglaufen, mich unter dem tisch verstecken? Auf die idee, einfach wie normale menschen eine locker lässige antwort zu geben kam ich gar nicht. Weglaufen schien mir immer noch die beste variante.
„was ist denn? Ist was mit dem fisch nicht in ordnung?“ schaltete sich stefan plötzlich ein und hielt mich davon ab, wirklich den stuhl umzustoßen, und auf und davon zu rennen.
Achja, stefan gabs ja auch noch, mein zurzeitfreund, fußballkumpel und liebhaber. Dann fing es in meinem hirn zu rattern an. stefan, sein bester freund marco, vergiss es nicht mal daran denken, unmöglich.
Ich starrte jetzt auf mein letztes stückchen thunfischsushi, als würde ich es durch die kraft meiner gedanken zum explodieren zwingen wollen.
„also wenn du das nicht mehr magst, ich nehms gerne!“ stefan schnappte sich das ding und ich starrte auf den leeren teller, versuchte meinen kopf genauso leer zu bekommen.
Es war ein nicht so schöner sommertag, der himmel war wolkenverhangen und grau und es war gerade so warm, dass man mit einer leichten jacke draußen sitzten konnte. Wir saßen vor einem sushi stand in der innenstadt. Ich hatte ja eigentlich keinen hunger gehabt, aber stefan war immer sehr überzeugend. Wir hatten den ganzen tag im bett verbracht und irgendwann mussten wir ja raus an die frische luft, deswegen waren wir in die nächste stadt geschlendert und wie es nun mal so kam, trafen wir ein paar kumpels von ihm. Stefan kannte alles und jeden, gott und die welt. Lag wohl unter anderem auch an seiner mentalität. Im gegensatz zu mir war er viel offener und ging auf die leute zu, deswegen war er auch überall beliebt und gern gesehen.
Marco war einer seiner freunde, den ich bis jetzt noch nicht kennengelernt hatte, obwohl ich dauernd mit stefan und seinen freunden unterwegs war. Die anderen typen waren auch nicht annähernd so zum niederknien wie marco. Er sah aus wie ein italienisches männermodel, direkt aus einem d&g entsprungen, nur war er irgendwie viel männlicher und wirkte ein klein bisschen gefährlicher als die aalglatten modeltypen. Von ihm erwartete man irgendwie, dass er in einem aston martin coupe herankurvte und gisele bündchen im schlepptau hatte. Außerdem hatte er irgendwas geheimnisvolles, anziehendes an sich, ein mann von dem man sich wünschte, an der hand genommen zu werden und irgendwas abenteuerliches zu erleben. In der art, wie er mich ansah, wie er meine hand gedrückt hatte wusste ich, dass er gewohnt war, mit frauen umzugehen. Wahrscheinlich vernaschte er morgens, mittags und abends jeweils ein mädchen und vielleicht mitternachts noch mal zwei, nein nicht wahrscheinlich, sogar ziemlich sicher. An seinem komischen blick, merkte ich, wie er mich ausmaß, meinen körper, mein gesicht, meine haare, wie er mich mit augen auszog. Sah ich länger als eine sekunde in seine augen, wurde mir heiß und kalt und am liebsten hätte ich mich ihm vor allen leuten an den hals geworfen.
„nein ich weiß nicht, so toll sieht die auch wieder nicht aus!“ riss mich stefans stimme aus meinen sschwärmerischen gedanken.
„ich find sie heiß, kennst du sie?“ marco und stefan sprachen über die frau die neben dem sushi laden im cafe gerade kaffee im gastgarten servierte.
„irgendwie kommt sie mir bekannt vor, aber warum gehst du nicht einfach hin und fragst sie nach der nummer?“
Marco zuckte mit den schultern und spähte an mir vorbei zu der frau im cafe.
„ich weiß nicht, außerdem hat sie tonnenweise schminke im gesicht, was glaubst du, wie die frühmorgens aussieht.“ Sagte stefan etwas angewidert und schüttelte den kopf.
„meinst du das ist alles nur aufgemalt?“ fragte marco und richtete den blick plötzlich wieder auf mich.
„was sagst du, ist das natürlich oder ist sie angemalt, frauen kennen sich da ja besser aus.“ Er deutete wieder hinüber zum cafe und ich drehte so unauffällig wie möglich den kopf, um sie auch endlich genauer zu sehen.
Aus unerfindlichen gründen war ich eifersüchtig auf sie, obwohl stefan ja bereits gesagt hatte, sie gefalle ihm nicht. Das Problem war, stefan war mir egal, ich wollte wissen was marco da so gut fand.
Die Frau war mitte zwanzig, vielleicht ein zwei jahre älter als ich und hätte direkt vom titelbild einer hochglanz zeitschrift entsprungen sein können. Glatte dunkle haare, die bis auf ihre hüften reichten, glänzend und seidig, viel gepflegter und schöner als meine, fast etwas zu perfekt, ich tippte auf echthaarverlängerung. Sie hatte einen hellen ebenmäßigen teint, wie ein porzellanpüppchen. Die knallroten lippen und die dunkel umrandeten lippen stachen von der hellen haut unnatürlich hervor, da musste ich stefan vollkommen recht. Die augenbrauen sahen ebenfalls unecht aus, wie permanent make up, das erkannte ich sogar über die paar meter entfernung. Diese frau verbrachte sicher eine gute stunde vor dem spiegel, bis sie so aussah, wie sie aussah.
„unecht, total. Die augenbrauen sind tätowiert, die lippen sind mit lipliner und lippenstift ausgemalt. Die wimpern sind gefärbt, wenn nicht sogar aufgeklebt und für den lidstrich hat sie sicher jahrelang geübt. Die haare sind mit sicherheit echt, und zwar echt angeschweißt, ich seh den übergang von den extensions bis hier.“
Ich drehte mich wieder zu den beiden um, die mich verblüfft anstarrten.
„kann doch nicht sein, die schaut so hübsch aus.“ Sagte marco enttäuscht und warf einen abschätzenden blick hinüber.
„hab ich dir doch gesagt, das ist eine angemalte schlampe. Wenn du mit der ins bett steigst, sind die bettlaken nachher voller farbe, das garantiere ich dir.“ Warf stefan ein.
„und beim aufstehen erkennst du sie dann nicht mal mehr!“
Marco zuckte mit den schultern und fing zu grinsen an.
„tja, dann muss sie eben jeden tag zwei stunden früher aufstehen und sich zurecht machen, bis ich die augen aufschlage.“
Ich schluckte, der meinte das völlig ernst. Ich schluckte noch mal, weil ich plötzlich dachte, wenn er das von mir verlangen würde, ich würde es machen, ohne disskussionen. Ich würde alles machen, was er von mir wollte.
Das war also der tag, an dem ich marco kennenlernte. Ich war vom ersten tag an in ihn verliebt, ich verdrängte es nur die ganze zeit. Immerhin, ich war mit stefan zusammen, seinen besten freund. Marco war absolutes sperrgebiet, abgesehen davon, dass der sich mit durchschnittlichen mädchen wie mir sowieso nicht abgeben würde. Ich hatte eine ausrede, stefan, ich durfte es nicht mal versuchen, ich durfte nicht mal daran denken. Ich hatte eh keine chance, nicht bei ihm, nicht bei marco.
8.12.09 20:14
 
Letzte Einträge: summertime sadness, a lot of country for old men, tataratataaa, platonischer fitnessehemann?, long time no see, es gheat afoch mea gschmust


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